Social Entrepreneurship Akademie: Start-up-Workshop mit Flüchtlingen

Icon__btn_Dokumentation_grossOliver Beckmann von der Social Entrepreneurship Akademie (SEA) beim openTransfer CAMP Refugees am 30.04.2016 in München

Oliver Beckmann bietet an der SEA regelmäßig Workshops für Studierende, die eine soziale Idee umsetzen wollen. Von den Teilnehmenden der Session wollte er wissen, wie Social Entrepreneure Projekte nicht nur für, sondern mit(!) Geflüchteten auf die Beine stellen können.

Die Social Entrepreneurship Akademie ist eine Kooperation der vier Münchner Hochschulen, die Studierende dabei unterstützt, gesellschaftliche Innovationen in die Tat umzusetzen und so nachhaltiges und wirtschaftliches Denken sinnvoll zu verknüpfen. Dass immer mehr Jungunternehmer sich auch mit Projekten für Geflüchtete auseinandersetzen, brachte Oliver Beckmann auf die Idee, diese Projekte gemeinsam mit Flüchtlingen zu gestalten.

Jede Menge Tatendrang

Was bisher also in erster Linie für Studierende aus Europa organisiert worden sei, habe nun als Kooperation stattgefunden: ein Workshop, bei dem Flüchtlingsprojekte von fünf Münchner Studierenden und 19 Teilnehmenden aus dem Irak, Syrien, Libanon, Somalia, Pakistan, Afghanistan, Ghana und Sierra Leone entwickelt worden sein. Kommuniziert sei auf Englisch worden. Die verschiedenen Teams hätten Idee entwickelt, die das Leben in Deutschland, auf der Flucht oder im Herkunftsland der Geflüchteten erleichtern sollten. Das Ergebnis seien nicht nur sinnvolle und förderungswürdige Projekte gewesen, sondern auch eine veränderte Einstellung bei den Teilnehmenden. Gerade unter den jungen geflüchteten Menschen, die bereits ein großes Interesse für unternehmerisches Denken sowie eine Menge Know-how mitgebracht hätten, habe der Workshop neuen Tatendrang und einen positiven Blick in die Zukunft hervorgerufen.

Foto Oliver Beckmann

Wer eignet sich für die Leitung eines Workshops?

Trotz des Erfolgs sei vor allem eine Frage offen geblieben: Wer könne in Zukunft Workshops wie diese leiten? Denn während Sozialunternehmerinnen und Sozialunternehmer die nötige wirtschaftliche Expertise besäßen, seien es eher Psychologen oder Pädagogen, die mit eventuell fluchtbelasteten jungen Menschen arbeiten. Hier wäre die Schnittstelle aus beiden Kompetenzen notwendig, die womöglich durch ein „Train-the-Trainer-Programm“ erreicht werden könne. Dass dies aber weitere Kosten mit sich brächte, erkannten die Sessionteilnehmenden schnell und sammelten umgehend Finanzierungsideen oder schlugen Kooperationen mit Stiftungen oder bereits bestehenden Start-up-Netzwerken vor. So konnten in dieser Session sinnvolle Kontakte hergestellt werden, um geflüchteten Studierenden in Zukunft womöglich weitere Workshops auf Augenhöhe anbieten zu können.

http://www.seakademie.de/

Foto: Andi Weiland / openTransfer.de

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